21.45Uhr ARD (08.01.07)
Voraussichtlich folgende Themen:- Arbeiter zweiter Klasse: Wieso Leiharbeiter gefährlich leben- Abzocke der Pharmaindustrie: Wie Generika-Hersteller die Politik vorführen-
Franz Alt in Indien: Was mit den Spenden der REPORT-Zuschauer im Tsunami-Gebiet erreicht wurde- Dubiose Sterbehilfe: Wie ein Schweizer Arzt reihenweise Deutschen zum Selbstmord verhalf
Schweigende Wasser - Khamosh Panium 22.45 Uhr auf ARTE (09.01.07)Pakistan 1979: Die allein erziehende Mutter und Witwe Ayesha muss mit ansehen, wie ihr Sohn mehr und mehr vom islamischen Fundamentalismus fasziniert ist. Durch die Spätfolgen der politischen Entwicklungen seit 1947 - Teilung des indischen Subkontinents in Indien und Pakistan - ist sie damit zu einer fatalen Entscheidung gezwungen.Charkhi, ein Dorf im pakistanischen Punjab, 1979. Ayesha ist eine scheinbar gut situierte Frau in den besten Jahren, deren Leben sich um ihren verträumten 18-jährigen Sohn Saleem dreht. Saleem ist bis über beide Ohren in Zubeida verliebt. Ayeshas Mann ist bereits vor einiger Zeit verstorben, und sie muss sich zusätzlich zu ihrer spärlichen Rente mit Koranstunden für junge Mädchen über Wasser halten.In dieser Zeit wird unter der Führung von Präsident General Zia ul Haq der Ausnahmezustand ausgerufen. In wenigen Monaten soll aus Pakistan ein islamischer Staat werden, regiert unter islamischen Gesetzen.Auch Saleem schließt sich einer Gruppe islamischer Fundamentalisten an, wodurch die Beziehung zu Zubeida zerbricht. Ayesha verfolgt die Veränderung Ihres Sohnes mit Sorge. Als Sikh-Pilger aus Indien in das Dorf strömen, beschleunigen sich die Ereignisse. Einer der Pilger sucht nach seiner Schwester Veero, die angeblich 1947 von Moslems verschleppt wurde und er ruft damit schmerzhafte Erinnerungen wach...Der beeindruckende Film beruht auf wahren Begebenheiten, die sich 1947 während der Teilung des indischen Subkontinents in zwei Staaten - Indien und Pakistan - ereignet haben. Die Grenzregion des Punjabs wurde zu dieser Zeit von gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den Religionsgruppen beherrscht. Moslemische Männer verschleppten Sikh-Frauen und Sikh-Männer verschleppten moslemische Frauen. Um nicht vergewaltigt oder verkauft zu werden, wurden manche Frauen von ihren Familien gezwungen, Selbstmord zu begehen.Sabiha Sumar macht in ihrem ersten abendfüllenden Spielfilm die Folgen von Krieg und Fanatismus jeglicher Couleur an einem lebendigen Beispiel erfahrbar. Die Sensibilität, mit der sie die Entwicklung ihrer Figuren zeichnet, erlaubt einen neuen Zugang zu der Geschichte und Kultur Pakistans. Dies wurde im Wettbewerb des Film-Festivals Locarno 2004 mit dem Goldenen Leoparden belohnt. Dort wurde auch die bekannte indische Schauspielerin Kirron Kher mit einem silbernen Leoparden für ihre Rolle der Ayesha ausgezeichnet.Der Film erhielt weitere Preise beim 25. Internationalen Film Festival "3 Continents" in Nantes, beim ersten World Cinema Festival in Kapstadt sowie auf dem Internationalen Film Festival Karachi.Sabiha Sumar studierte von 1980 - 1983 Film und Politische Wissenschaften am Sarah Lawrence College in New York, danach von 1984 - 1985 Internationale Beziehungen an der Universität Cambridge. Ihre Filme werfen einen kritischen Blick auf die Gesellschaft und versuchen, die Zuschauer für die globalen Belange von Frauen zu sensibilisieren. Ihr erster Dokumentarfilm "Who will cast the first stone - Wer wirft den ersten Stein" (für Channel Four, GB, 1987 - Golden Gate Award beim San Francisco Filmfestival) thematisiert den Widerstand von Arbeiterinnen gegen die 1979 durch General Zia's Regime eingeführten islamischen Gesetze. "Don't ask why - Frag nicht warum" (für ZDF/3SAT, 1999) erzählt von den Träumen und Plänen eines 17jährigen moslemischen Mädchens, das in einer Gesellschaft mit wachsender Religiosität aufwächst. Zurzeit realisiert sie den Spielfilm "Rafina" - eine Koproduktion von ZDF/Das kleine Fernsehspiel und ARTE -, der vor dem Hintergrund der aktuellen Situation in Pakistan einen universellen Mädchentraum von Selbstverwirklichung, gesellschaftlichem Aufstieg und Glück erzählt.Erstausstrahlung!
23.30 Uhr SWR (09.01.07)
Schätze der Welt - Erbe der Menschheit"Tee und Tabak - Darjeeling-Bahn und Valle de Vinales - Indien und Kuba" Die Schmalspurbahn der "Darjeeling Himalayan Railway" erklimmt qualmend und ächzend über 2.000 Meter Höhe. Der Bau einer der ersten Gebirgsbahnen der Welt war eine technische Meisterleistung. 1881 fuhr der erste Dampfzug von der tropischen Ebene Bengalens ins Vorgebirge des Himalaja. Britisches Understatement würdigt den Zug mit einem liebevollen Spitznamen: "Toy Train", Spielzeugbahn. Ein unverwüstliches Spielzeug, das nach über hundert Jahren noch immer mit originaler Technik funktioniert. Auch als Güterzug - für Tee - war die Bahn damals äußerst effektiv; sie reduzierte die Transportkosten und machte den Tee aus Darjeeling erschwinglich und berühmt. Heute wird der Tee mit Lastwagen transportiert. Doch wie früher fährt die Darjeelingbahn mitten durch die Bazare der Bergdörfer, vorbei an Klöstern hoch in den Wolken, an Gauklern, die an der Strecke über ein Drahtseil balancieren, an Frauen, die auf einem Nebengleis weben und ausgedehnten Teeplantagen. Die Darjeelingbahn war vorbildhaft für die weltweiten, im Wortsinn bahnbrechenden Umwälzungen durch den Ausbau der Eisenbahn im 19. Jahrhundert. Indem sie die nostalgische Dampfbahn und ihre atemberaubende Strecke zum Weltkulturerbe erklärten, würdigte die UNESCO "die herausragenden Ingenieursleistungen bei der bahntechnischen Erschließung einer Gebirgslandschaft von großer Schönheit".Knapp 200 Kilometer südwestlich von Havanna, in der Provinz Pinar del Rio, liegt das "Valle de Vinales". Für viele die schönste Landschaft Kubas, auf jeden Fall die eigentümlichste. Der filmische Ausflug in das "Valle de Vinales" zeigt die Mühe der Tabakbauern ebenso wie die Arbeit in der Tabakfabrik und er zeigt ein Tal, in dem die Menschen noch mit der Natur leben und nicht gegen sie.
23.15 Uhr ORF 2 ( 10.01.07)
Bombay Tiffin ExpressEin faszinierender Film über indische Esskultur und Logistik. Sehr bunt, sehr spannend.In Bombay liefern jeden Tag 175.000 "Tiffinwallahs" den Lunch zu ihren Kunden überall in der Stadt, ein perfekt gekochtes Mittagessen, von den Frauen zu Hause bereitet. Diese Lunch-Lieferanten gehen von Haus zu Haus, holen das Essen in runden Lunchboxes; der "tiffin", wie das Mittagessen in Indien heißt, besteht aus mehreren Gängen, und entsprechend sind die Dosen gebaut. Es ist ein weltweit einmaliger Service, das Gegenteil unserer Hauszustellung. "Wir wollen frisches Essen, und unsere Männer auch", sagt eine Hausfrau. Und die Tiffinwallahs irren sich nie. Eine komplexe Logistik sorgt dafür, dass alle Lunchboxes ihre Klienten erreichen, auf die Minute genau. Auf den Boxes wird händisch ein Code geschrieben, der unserem Strichcode entspricht - ein uraltes Liefersystem, das heute auch die westlichen Logistikexperten brennend interessiert.
15.45 Uhr MDR (11.01.07)
Weltreligionen"Vorhof der Ewigkeit - Christliche Ashrams in Indien"Im Hinduismus haben Ashrams eine lange Tradition: Hier führen Menschen ein Leben in Abgeschiedenheit und finden Zeit für ihren Weg nach innen. Auch immer mehr Christen machen sich in Ashrams auf die Suche nach Gott und der Wahrheit.Der Film zeigt das Leben in zwei Ashrams im Süden Indiens: Im Kurisumala-Ashram stellt er den Guru Francis Acharya vor, der die Bewegung mit aus der Taufe hob. Der Jesuit Sebastian Peinadath möchte in seinem Sameeksha-Ashram den Dialog der Religionen fördern.
0.35 Uhr Phönix (13.01.07)
Sphinx - Geheimnisse der Geschichte"Der Traum vom Taj Mahal - Sturm über Indien"
9.00 Uhr ZDF Infokanal ( 13.01.07)
Aufsteiger Indien"Land der Gegensätze"
16.30 Uhr HR ( 13.01.07)
Das Wachstum steigt - die Armut bleibt"Tsunami-Hilfe in Indien"Die Tsunami-Katastrophe an Weihnachten 2004 löste in Europa eine beispiellose Solidaritätswelle aus. Die Menschen hier spendeten viele Millionen. Doch häufig kam die Unterstützung nicht bei allen Betroffenen an. In Indien etwa hat die Regierung für die Kastenlosen, die so genannten Unberührbaren, nichts getan. Nur direkte Hilfe aus dem Ausland kam den vom Tsunami geschädigten Kastenlosen zugute. Die Ausgliederung ganzer Volksgruppen hat in Indien Tradition. Auch für die vielen Millionen Ureinwohner tut die Regierung fast nichts. Trotz enormer ökonomischer Wachstumssprünge sind fast zwei Drittel der indischen Bevölkerung von der staatlichen Entwicklungsförderung ausgeschlossen. Für sie ist Hilfe zur Selbsthilfe aus dem Ausland immer noch sinnvoll. Am Beispiel eines Fischerdorfs von Kastenlosen, das nach dem Tsunami mit Hilfe aus Deutschland wieder aufgebaut worden ist, zeigt Filmautor Franz Alt die Problematik auf.
2.25 Uhr Phönix ( 15.01.07)
Indien - Der Elefant erwacht - Strom der Götter - Strom der Tränen"Von Priestern, Bettlern und Piraten am Ganges"
3.10 Uhr Phönix ( 15.01.07)
Indien - Der Elefant erwacht - Die Erben der Maharadschas"Indiens Könige im Ruhestand"
3.55 Uhr Phönix ( 15.01.07)
Pferdefrauen in Indien
20.15 Uhr Phoenix ( 17.01.07)
Abenteuer GlückFolge 3/4, "Auf der Suche nach dem Glück: Hussein in Kalkutta"Ausgerechnet Kalkutta. Die Stadt in Indien, in der man das Glück am wenigsten vermutet. Kalkutta - das ist Elend, das sind Slums, das sind unfassbar viele Menschen. Ausgerechnet dorthin hat es den 12jährigen Hussein verschlagen auf der Suche nach dem Glück. Für den Jungen bedeutet es, in einer Blechbläserband die Rasseln zu spielen. Annette Dittert war mit der Kamera dabei.
22.00 Uhr WDR ( 18.01.07)
Gib Gas!"WELTWEIT rund ums Auto" Eine Gruppenreportage aus Russland, Indien, Japan, USA und Afrika.Es ist nicht nur des Deutschen liebstes Kind, das Auto. Statussymbol und Lebensnotwendigkeit ist das Mobil auf vier Rädern in der ganzen Welt. Da haben die Russen ihren eigenen Oldtimer entdeckt, den UAZ, ein Kultfahrzeug aus sowjetischer Produktion. Mit dem könnte man in Indien nicht sehr weit kommen, zu groß, zu sperrig. Der Verkehr in Dehli ist kunterbunt und superchaotisch, fand unser Indienkorrespondent im Selbstversuch heraus. Japan denkt weiter: Dort hat ein findiger Tüftler ein Winzigauto nur für Alte entworfen. In New York, da fährt man ohnehin am besten Taxi, wir stellen ein ungewöhnliches auf einer sehenswerten Tour vor und im afrikanischen Ghana geht die letzte Reise im eigenen Auto auf den Friedhof - es ist Kult, sich in einem eigen gezimmerten Autosarg beerdigen zu lassen.WDR WELTWEIT mit einer bunten Reise um die Welt rund ums Auto.
00.15 Uhr RTL ( 22.01.07)
Prime Time - SpätausgabeThema heute: 'Der Roman Indien / Begegnung mit Shashi Tharoor, Under-Secretary der UN und Romanautor'Der Romanautor Shashi Tharoor ist zugleich ein Politiker, d.h. Under-Secretary der United Nations für Kommunikation und damit Stellvertreter von Kofi Annan. Einer seiner Romane spielt in den Szenerien von Bollywood. Sein großer anderer Roman handelt von Indien. Hier geht es um die politische Geschichte dieses Subkontinents ('eine funktionierende Anarchie'), vor allem aber auch um die groß angelegten Epen, die von Indiens geistigen Konturen und der Vorzeit handeln.
22.35 Uhr ARTE ( 24.01.07)
Antonio, ein Italiener ohne Aufenthaltsgenehmigung, und Apu, sein indischer Freund, schlagen sich in New York mit kleinen Jobs durch. Bis eines Tages Devi aus Indien anreist. Sie ist Apu seit seiner Kindheit versprochen - gesehen haben sich die beiden allerdings seit Jahrzehnten nicht. Nicht minder aufregend ist das Liebesleben von Antonio, der sich in eine komplizierte Affäre mit der Radiomoderatorin Ellen stürzt.Antonio, ein charmanter, impulsiver Italiener, lebt illegal in New York und hangelt sich von einem Nebenjob zum nächsten. Als er eines Tages auf die Radiomoderatorin Ellen trifft, verliebt er sich Hals über Kopf in sie. Auch Ellen kann Antonios Charme nur schwer widerstehen. Allerdings bleibt dem verliebten Paar nur wenig gemeinsame Zeit: In wenigen Tagen schon wird Ellen für zwei Jahre nach Paris gehen.Antonios Freund Apu, der sich ebenfalls mehr schlecht als recht durchs Leben schlägt, wird von einer noch delikateren Situation eingeholt: Seine ihm schon seit der Kindheit versprochene, aber völlig fremde Frau Devi reist aus Indien an. Beide sollen nun als Ehepaar zusammenleben. Während Apu den westlichen Lebensstil verinnerlicht hat, ist Devi an eine traditionelle indische Lebensweise gewöhnt. Sie denkt bereits an Nachwuchs und will ein häusliches Leben führen, so wie sie es aus ihrer Heimat kennt.Die romantische Komödie von Emanuele Crialese zeigt anhand der Geschichten einer Handvoll junger Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen, was vom American Dream heute noch übrig geblieben ist: Ein Inder und seine Frau, ein Italiener, eine Amerikanerin - sie alle sind in der Mulit-Kulti-Metropole New York auf der Suche nach ihrem Platz, nach einer Möglichkeit, ihre Träume zu verwirklichen - und die große Liebe zu leben. Mit viel Witz, Charme und ausgefallenen Ideen zeigt der Film verschiedene Varianten von Beziehung auf: Während Apu in der Liebe keine Wahl bleibt und er sich zunächst gezwungen fühlt, mit einer Fremden zu leben, halten es die Frauen bei dem impulsiven und verspielten Antonio nie lange aus. Was diese jungen Menschen unterscheidet, ist ihr kultureller Background - der auch ihr Liebesleben stark beeinflusst.Regisseur Emanuele Crialese kennt die intensive Auseinandersetzung mit einer fremden Kultur aus eigener Erfahrung: 1965 in Rom geboren, geht er für ein Studium an die Tisch School of the Arts nach New York. Drei Jahre nach Studienabschluss, 1998, entsteht sein erster englischsprachiger Spielfilm "Once We Were Strangers". Crialeses dritter Film, "Nuovomondo", kommt Ende 2006 in die deutschen Kinos. Für sein Spielfilmdebüt "Once We Were Strangers" wird Crialese 1998 auf dem New York Film Festival in der Kategorie bester Spielfilm ausgezeichnet, auf dem Sundance Film Festival ist der Regisseur als erster Italiener für den Großen Preis der Jury nominiert. Vincenzo Amato wird für seine Rolle des Antonio auf dem Internationalen Film Festival Brüssel 1999 als bester Schauspieler prämiert.Synchronfassung, Erstausstrahlung
22.00 Uhr WDR ( 25.01.07)
Der Nächste, bitte!"WELTWEIT rund um Gesundheit"Eine Gruppenreportage aus Südafrika, China, Indien, USA und MexikoWir Deutschen sind nicht mehr allein Weltspitze in Sachen Medizin. Ungewöhnliche und auch zukunftsweisende Methoden findet man rund um den Globus. In Indien wird bei vollem Bewusstsein am offenen Herzen operiert, unser Korrespondent interviewte den Kranken, während das Herz außerhalb des Körpers war. Und Stammzellen werden als Therapie auch eingesetzt, bei uns ist das verboten. Im Reich der Mitte boomt das Geschäft der Schönheitsoperateure - besonders gefragt: Westliche Augen. In Amerika lässt man sich schon im Supermarkt operieren. Hoffnungslos Krebskranke pilgern nach Mexiko zu selbsternannten Päpsten alternativer Medizin. Und wenn alles nicht hilft, dann geht man in Südafrika zum Wunderheiler.WELTWEIT mit einer Reise in Gegenwart und Zukunft der Medizin.